Schulsystem

Öffentliche Schule vs. internationale Schule

Wenn Sie mit schulpflichtigen Kindern in die Schweiz kommen, stehen Sie möglicherweise vor einem Dilemma: öffentliche Schule oder internationale Schule? Alle Schulen in der Schweiz, sowohl öffentliche als auch internationale, haben einen sehr guten Ruf. Das Bildungssystem ist eine der grossen Stärken der Schweiz und das wichtigste Kapital, um ihre Position in der Spitzengruppe der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Welt zu behaupten. In der Schweiz gibt es eine ausgezeichnete Vielfalt an öffentlichen, halbprivaten, privaten und internationalen Schulen. Die Wahl der richtigen Schule für Ihre Kinder setzt voraus, dass Sie gut informiert, organisiert und aufgeschlossen sind.

Kinder in der Schule

Öffentliches Schulsystem

Die öffentlichen Schulen sind hoch angesehen. 95% der Schweizer Eltern, unabhängig von Einkommen oder Ausbildung, entscheiden sich dafür, ihre Kinder in eine lokale Schule zu schicken. Die Klassengrössen sind klein (zwischen 20 und 25 Kindern).

Das staatliche Gymnasium bietet ein grosses Programm an, das mit 18 Jahren zu einer zweisprachigen Matura oder in einigen Fällen zum zweisprachigen IB (International Baccalaureate) führt.

Alle Neuankömmlinge in der Schweiz erhalten eine kostenlose Deutschförderung (DAZ = Deutsch als Zweitsprache) entweder in einer speziellen Integrationsklasse oder in einer regulären Klasse, wobei die Schulen von den Behörden aufgrund der Wohnadresse zugewiesen werden. Ist eine Schule in der Nähe voll oder kann kein Deutsch-Integrationsprogramm anbieten, müssen die Kinder unter Umständen eine Schule an einem anderen Ort besuchen.

Das System ist sehr kinderfreundlich, und Kinder bis zum Ende der Grundschule (12 Jahre) besuchen die Schule jeden Morgen und ein bis drei Nachmittage pro Woche. Der Mittwochnachmittag steht den Kindern frei, damit sie ihren Interessen nachgehen können, z.B. in einer Sportmannschaft, beim Spielen eines Musikinstruments usw.

In der Schweiz gibt es weder eine eidgenössische Bildungsbehörde noch einen nationalen Lehrplan. Dies kann den Wechsel zwischen verschiedenen Kantonen mit Kindern zu einer frustrierenden Erfahrung führen, nicht nur in Bezug auf die Unterrichtssprache. Je nach Kanton wird im Unterricht hauptsächlich Deutsch (wie in den Kantonen Zürich und Zug), Französisch oder Italienisch gesprochen. Traditionell ist die zweite Sprache eine der beiden übrigen Amtssprachen der Schweiz. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein Trend zum Unterricht von Englisch als erste Fremdsprache in der Schule entwickelt. 2 Jahre Kindergarten, 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Sekundarschule, gefolgt vom hoch angesehenen Lehrlingssystem oder 4 Jahre Gymnasium (6 Jahre, wenn bereits nach der Primarschule begonnen wurde) gehören zu den öffentlichen Schulen. Gymnasiasten, die mit der Matura abschließen, haben ein hohes Niveau in ihren Sprachen und in Mathematik. Die Matura wird immer mehr zu einem tragbaren Abschluss, der von Universitäten wie Oxford und Cambridge in Großbritannien sowie vom MIT in den Vereinigten Staaten als wertvoll anerkannt wird.

Das Schuljahr in der Schweiz dauert von Mitte August bis Anfang Juli. Internationale Privatschulen werden von Ende August bis Ende Juni betrieben.

 

Kinderbetreuung

Sollten Sie kleine Kinder haben und eine Betreuungsmöglichkeit suchen, dann stehen Ihnen eine Reihe verschiedener Tagesstätten zur Verfügung. Von englischsprachigen Tagesstätten bis hin zu deutschen oder sogar zweisprachigen Einrichtungen.

 

Internationale Schulen

Die örtlichen Schulen bieten zwar ein ausgezeichnetes Bildungsniveau und einen der besten Wege zur langfristigen Integration, aber sie sind nicht für jeden geeignet. Wir haben das Glück, im Kanton Zürich eine Auswahl an Privatschulen mit ausgezeichneten Lehrplänen zu haben. In unmittelbarer Nähe bieten die Privatschulen im Kanton Zug und in Pfäffikon noch mehr Möglichkeiten.